Sun
07
Feb
2010
Such mich - wenn du’s kannst!
Gesucht und gefunden?
Schwindel, Irrtum, Abzocke oder ein unmoralisches Angebot. So oder ähnlich könnte man pauschal die Angebote aller Suchportale bezeichnen. Ausgenommen die grossen wie Google oder Yahoo und dergleichen. Die Letzteren, wie aber auch alle anderen Suchmaschinen, sind eigentlich keine Suchmaschinen sondern Verzeichnisse, die alles was im Netz kreucht und fleucht einsammeln und dank einer Such-Eingabemaske dem Konsumenten ermöglichen, aufgelesenes wiederzugeben. Oder so ähnlich.
Bestimmt wäre ein pauschal Urteil zu einfach und schlussendlich auch falsch. Deshalb schaut sich uAwg.ch den einzelnen Dienstleister und seine Suchmaschinenangebote etwas genauer an. Doch um diese Aufgabe überhaupt angehen zu können, wollen wir zuerst unser Verständnis von Suchen & Finden definieren.
"Um eine Suche erfolgreich mit einem Fund abschliessen zu können, muss die gesuchte Sache existieren." Also im Fall von Web-Suchmaschinen, muss die zu findende Information bereits vorhanden sein. Die Suche wonach auch immer, das nicht existent ist, bringt logischerweise nichts als Ergebnis.
Demzufolge müssten sich alle Suchportale, Verzeichnisse oder z.B. Verzeichnisse mit Suchfunktion nennen.
Da wir keine Umfrage bei den Web-Nutzern durchgeführt haben, noch versuchten allfällige Studien für diese Recherche heranzuziehen, ist diese Recherche rein hypothetisch und durch eigene Erfahrungen bereichert.
Hypothetisches Vorgehen
Wie geht ein durchschnittlicher Web-Nutzer vor, wenn er im Web sucht?
In den meisten Fällen wird er wohl Google oder einen anderen grossen und allumfassenden Verzeichnisanbieter heranziehen. Zwar wird das Ergebnis selten den gewünschten Fund bringen, doch kommt der Web-Suchende seiner Suche zweifelsohne näher. Aus den gelieferten Informationen heraus, gelangt der Web-Nutzer im Normalfall binnen weniger Klicks zum Ziel. Kostenlos.
Nun stellt sich uAwg.ch die Frage, wozu denn lokale Verzeichnisdienste - pardon, Suchmaschinen denn nun gut sind.
Wenn ich einen Malermeister aus z.B. Zürich suche, verwende ich dafür die Google-Suche und gebe ein: "Malermeister Zürich".
Noch nie habe ich ein anderes Verzeichnis bemüht um die nötigen Informationen anzuzeigen. Weshalb eigentlich?
Aus Bequemlichkeit wahrscheinlich. Zudem waren die Ergebnisse stets befriedigend und gaben keinen Anlass um die Suche anders anzugehen.
Schlaumeier
Noch vor zehn Jahren plapperten ungefragt Schlauberger am Stammtisch, man müsse eine Webseite haben - unbedingt! Sonst verliere man den Anschluss - woran auch immer…
Viele Metzgermeister, Maler und Gebäudereiniger rannten los und liessen sich für teueres Geld einen Internetauftritt erstellen. Oder aber, das Geschäft wurde gerade am Stammtisch besiegelt. Ein gutes Geschäft für die eine, schlaue Seite des Tisches.
Ernüchterung und Unverständnis machten sich schnell breit, als die fleissigen und profitorientierten Kleinunternehmer feststellen mussten, dass nach sechs Monaten keine Auftragsverbesserung zustande kam. Das Netz schien sie übergangen zu haben. Sauerei!
Nächster Clou
Andere (oder vielleicht aber die gleichen) Schlauberger betraten die Bühne und erklärten allwissend weshalb keine neuen Aufträge erfolgt sind und auch nicht erfolgen können.
"Man findet dich nicht! Kannst du dir überhaupt vorstellen wie viele Millionen Seiten im Internet vorhanden sind? Wie will man ausgerechnet dich finden? Du musst dich in einem Suchportal eintragen! Schau, dein direkter Konkurrent ist auch schon da und macht Umsätze! Und du? Was willst du tun?
Schau, ich habe ein Angebot für dich. Bla, bla, bla.
Ein bisschen Farbe zum Eintrag, damit man dich besser findet: chf 500, bla, bla, bla. Etwas dickere Schrift - na, sonst wird man dich noch übersehen, bla, bla. Macht zusätzlich chf 300. Ach, ein direkter Link auf deine Webseite? Ja klar, das geht, bla, bla, bla, chf 500. Und die E-Mail Adresse? Sicher! Für chf 250 trage ich sie dir ein, bla, bla. Zusammen chf 3650 im Jahr ohne MwSt. Ja ja, keine Sorge. Die Rechnung kommt jährlich. Alles klar. Servus!"
Das ist kein Märchen. Und: das gibt es noch heute - ungelogen.
Wie verhalten sich heute die Suchportal-Anbieter? Womit locken sie den Web-Nutzer und was verlangen sie für einen wertlosen Link und Eintrag? Wir fragen nach bei:
help.ch
schweizer-portal.ch
chlink.ch
naturzentrum.ch
suche.ch
local.ch
search.ch
1. Wie hoch waren/sind die Investitionskosten des Portals?
2. Was sind die Unterhaltungskosten und wie hoch sind sie?
3. Auf welche Weise werben Sie um Einträge?
4. Was kostet ein (Such)Eintrag? Bitte nicht nur ein "ab".
5. Wie werben Sie für sich selbst?
6. Wie wichtig erachten Sie lokale Suche? (gegenüber Google, Yahoo…)
7. Wie effizient wird lokale Suche genutzt?


